

Mehr als die Hälfte aller aktuellen Mitglieder des jungen Heimat- und Geschichtsvereins fand sich zur ersten und diesjährigen Hauptversammlung im ehemaligen Gemeindebüro ein.
In gemütlichem Ambiente begrüßte der erste Vorsitzende Helge Altmann alle Teilnehmenden und lud zu Rück- und Ausblicken ein.
Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke überbrachte Grußworte der Gemeinde, lobte die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitwirkenden und sprach kurz den Winterdienst an. Dieser obliegt für das Haus im Mitteldorf, in dem auch der Heimat- und Geschichtsverein ansässig ist, der Gemeinde als Eigentümerin und sei formal nicht anders geklärt.
Still und leise hatte sich der ehemalige Förderkreis Heimatstube im vergangenen Jahr in einen gemeinnützigen Verein verwandelt. Helge Altmann betonte an dieser Stelle, es sei wichtig gewesen, niemanden zu überrumpeln, so dass, auch für die Bestandsaufnahme für Lastschriftmandaten, eine schriftliche Beitrittserklärung notwendig gewesen sei. Nicht alle bisherigen Mitglieder hatten dieses wahrgenommen, allerdings sind alleine in 2026 bereits 4 Beitritte erfolgt, sodass aktuell 26 Mitglieder zu verzeichnen sind.
In Vorbereitung auf die Versammlung sei der Vorstand selbst erstaunt gewesen, welche Menge an Arbeiten in 2025 erledigt werden konnte. Helge Altmann berichtete, dass sehr schnell mit Hilfe von Jens Rorig (Softwarelösungen) ein neues Logo entworfen wurde, Briefköpfe geändert wurden und die Internetseite (www.hgv.eisdorf.de) bestückt wurde. Auch die Dorf-App Crossiety wurde mit entsprechenden Informationen versorgt.
Mit finanzieller Unterstützung des Landkreises Göttingen durch das „Dorfbudget“ konnte ein Gemeinschaftskühlschrank für alle Nutzer des Raumes im Gemeindehaus angeschafft werde. Dieser wird regelmäßig mit unterschiedlichsten Getränken bestückt, sodass ein „Kistenschleppen“ jeder einzelnen Gruppe entfällt.
Der Innenteil des vorhandenen Schaukastens am Gemeindehaus wurde modernisiert und lädt nun zum Bestücken mit Berichten, Artikeln und Neuigkeiten ein. Auf Rückfrage einer Teilnehmerin wurde der Aufbewahrungsplatz des Schlüssels hierfür genannt und darf für entsprechende Zwecke genutzt werden.
Auch die Grabpflege des Herrn Parisus sowie des unbekannten Soldaten wurde erwähnt. Hierzu konnte Uwe Kupke als ehemaliger Vorsitzender des Förderkreises noch wertvolle Hinweise geben.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres begann der Verein mit dem Freischneiden von Bänken in und um Eisdorf. Mit Proviant im Rucksack gab es zugegebener Maßen auch viel Spaß dabei. Schnell wurden viel mehr Bänke gefunden wurden, als zuvor angenommen. Diese Tatsache ist nun Anlass dafür, eine Entdeckertour für alle Einwohnerinnen und Einwohner Eisdorfs vorzubereiten. Sie wird im März wie eine Art „Challenge“ vorgestellt und allen als "Bänke-Catching" liebevoll nahegelegt. Es werden dann zu jeder gefundenen Bank zwei Fragen gestellt. Für die Person, die die meisten richtigen Antworten einreicht, wird es einen Preis geben. Gewinnen werden in jedem Fall alle, denn sie müssen dafür raus in die Natur und lernen ihren Heimatort vermutlich noch besser kennen. Die Ausgabe des Entdeckerheftes und auch der Einsendeschluss werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Der Verein ist Teil der Gemeinschaft „Eisdorf Verein(t)“, in dem alle Vereine des Dorfes Belange koordinieren und Energien bündeln können. So fand im Herbst ein Glühweinabend auf dem Anwesen der Familie Lawes gegenüber der Heimatstube statt, der gut besucht war. Eine Teilnehmerin wies darauf hin, dass man sich im Vorfeld zu viele Gedanken um einen „Schichtplan“ für Bewirtung gemacht habe. Für eine 2-3 stündige Veranstaltung sei dieses nicht nötig und man dürfe solche Dinge nicht zu zögerlich angehen. Letztendlich läuft alles immer gut und die Eisdorfer halten doch zusammen.
Auch für den lebendigen Adventkalender im Dezember stand der Heimat- und Geschichtsverein zur Verfügung. Vor dem Hause Armbrecht im Ostlandring fand, wie im vorangegangen Jahr, eine Andacht mit anschließendem Beisammensein in gemütlicher Runde statt.
Ein nicht erwartetes Highlight des Vereins wurde jedoch mit der Filmvorführung der "Feuerzangenbowle" zu Beginn dieses Jahres regelrecht gefeiert. Passend zum Thema fand eine entsprechende Bewirtung statt und löste Nachfragen zu weiteren Veranstaltungen dieser Art aus.
Hierzu konnte der erste Vorsitzende sowie auch sein Stellvertreter Dietmar Lange erfolgreiche Aussichten versprechen. Jeden zweiten Freitag im Monat sollen nun Events angeboten werden, die rechtzeitig bekannt gegeben werden. Bereits für den 13. März sei ein Preisknobeln vorgesehen, im April wird ein ganz Eisdorf-spezifischer Film gezeigt. Für die Umwandlung des Begriffes „Freitagstreffen“ würden gerne noch Vorschläge entgegengenommen.
Quartalsweise sind bereits einige Exemplare der „Eisdorfer Notizen“ an alle Haushalte verteilt worden. Diesen kann man erstaunliche Geschichten aus Eisdorf sowie Hintergründe zu Traditionen und Bräuchen entnehmen. Zukünftig wird sich die Papierqualität verbessern und weiterhin zum Nachschlagen einladen.
Dietmar Lange wies noch einmal auf die monatlichen Montagstreffen der „Eisdorfer Geschichten“ hin, bei denen jeder zum Klönen eingeladen sei. Termine hierfür sowie auch für andere Veranstaltungen sind unter anderem dem Terminkalender des Eisdorf-Auftritts www.eisdorf.de zu entnehmen.
Mit der Umgestaltung des ehemaligen Gemeindebüros für eine gemütlichere Atmosphäre habe man bereits begonnen, auch mit der Bereicherung der „Bücherecke“, die von Indrid Teichner bestückt und gepflegt wird. Wegen der geplanten Malerarbeiten und des moderneren Bodenbelages sei man noch mit der Gemeinde im Gespräch.
Auch für den Außenbereich gäbe es Neuigkeiten. Der hintere Gartenteil kann nun vom Verein genutzt werden und soll zu einen ansprechenden Außenbereich gestaltet werden.
Natürlich kamen noch die mühseligen Digitalisierungsaufgaben zur Sprache. In der Heimatstube befinden sich viele Ordner sowie Exponate, die einer systematischen Archivierung bedürfen. Alleine wegen des Umfangs der Ausstellungsstücke sei ein kurzes Umräumen nicht möglich. Da seien Geduld und Präzision gefragt.
Nach dem sehr umfangreichen Tätigkeitsbericht des Vorstandes sprach Uwe Kupke als ehemaliger Vorsitzender des Förderkreises seine höchste Anerkennung hierfür aus. Auch der aktuelle Vereinsvorsitz bedankte sich an dieser Stelle noch einmal deutlich für die bereits geleisteten Arbeiten in der Vergangenheit.
Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und mit einer zünftigen Brotzeit fand die Versammlung einen geselligen Abschluss.
Der Heimat- und Geschichtsverein Eisdorf präsentierte am vergangenen Freitagabend die Originalausgabe des Klassikers „Die Feuerzangenbowle“.
Jeder vorhandene Sitzplatz war belegt und dank des eingeschworenen Teams waren Tische liebevoll dekoriert. Selbstverständlich durften auch die dazu passenden Feuerzangenbowlen nicht fehlen. So konnten die Besucher und Besucherinnen mit den „Herren der alten Schule“ im Film anstoßen und es gab viel Gelächter.
Zum Schluss gab es großen Applaus für den gelungenen Abend, der nicht nur dem Film galt, sondern insbesondere dem heimelig gestalteten Ambiente und dem gemeinsamen Erlebnis der dörflichen Zusammengehörigkeit.
Viele Gäste blieben daher dann auch noch bis in die späte Nacht und fanden - entgegen aller Wetterprognosen - den Weg ohne Eis und Glätte gut nach Hause.
Man darf sich auf weitere Zusammenkünfte dieser und ähnlicher Art freuen. Themen und Termine werden auf den bekannten Kanälen rechtzeitig bekannt gegeben.
Am 20.11.2025 fand in Eisdorf ein rundum gelungener Glühweinabend statt.
Schon am Morgen sorgte der erste Schnee des Jahres für eine wunderbar passende Winterstimmung, die sich perfekt in das gemütlich hergerichtete Ambiente im Mitteldorf einfügte. Warme Lichter, liebevoll dekorierte Plätze und die einladende Atmosphäre machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis.
Zwischen duftendem Glühwein und kräftigem Erbseneintopf fanden sich die Menschen zusammen, lachten, tauschten Geschichten aus und genossen einfach das Beisammensein – ein Abend, der zeigte, wie schön Gemeinschaft sein kann.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Unterstützer von Eisdorf Verein(t), deren Engagement diesen schönen Abend erst möglich gemacht hat.
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